Do 15.11.18 // Georgette Dee

Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder…

Kategorie: Highlights | November | Spielplan | Chanson

Spielort: Theater Sapperlot

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 35 Euro inkl. Gebühr (Online zzgl. 3 Euro) / AK: 38 Euro | Bitte telefonisch erfragen (Tel.: 06251 / 970538)

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Do 15.11.18 // Georgette Dee

Info

Georgette Dee und ihr Pianist Terry Truck haben ein wunderschönes Best-of der großen Weill-Klassiker zusammengestellt. Von ›Moon of Alabama‹ und ›Je ne t'aime pa‹“ bis zum ›Septembersong‹. Mit schönsten Chansons, eingelegt in und umrankt von Georgettes herrlichen Geschichten, entfaltet die schillernde Diseuse ihr herzergreifendes Pathos mit einer guten Portion augenzwinkerndem Humor – und ist dabei immer wieder für die eine oder andere Überraschung gut. Wenn Georgette Dee singt, redet, nur eben seufzt, stöhnt oder lacht, hat das eine ekstatische Wirkung auf ihr Publikum. Wie sie das macht? Keine Ahnung, Magie ist im Spiel. Hilft alles nichts: Um ihr Geheimnis zu ergründen, muss man sie live erleben. Immer wieder.

Georgette Dee ist die perfekte Diva — göttlich eben. Wenn sie […] die Bühne betritt und ihre Brechts und Weills, ihre Brels und Eislers, ihre Holländers und ihre eigenen Lieder singt, jagt sie einem heisskalte Schauer über den Rücken. Schreiend, gurrend, flüsternd, heulend, tobend und seufzend kämpft sie sich durch ihre Lieder. Eine Diseuse, die an Marlene Dietrich gemahnt, an Judy Garland, an Zarah Leander, an Hildegard Knef oder an ihr grosses Vorbild Nina Simone — und doch immer Georgette ist. 'Berlijnse Brutaliteit', 'Mysterium des deutschen Chansons', 'Engel auf Abwegen', 'Queen der Diseusen'."

Georgette Dee besingt das Leben hinter dem Leben. Warum wir durchhalten, warum wir fallen. Wodurch wir uns von Maschinen und Tieren unterscheiden. Eine Seite der Menschheit, roh, verliebt und verletzt. Einem Konzert von Georgette Dee beizuwohnen, heißt an die Ursprünge des Theaters, des künstlerischen Aktes selbst zurückzukehren. Durch die szenisch und musikalisch inszenierte Offenbarung eines Wesens werden wir uns selbst gewahr. Die dargebotenen Lieder, seien es perfekte Lovesongs, Wutgeschrei oder sogar Trinklieder, handeln immer von einem Ort in uns selbst und erinnern vage an andere Chansons: ausgestreckte Hände für Brel, wunde Weiblichkeit für Piaf, verbaler Wahnsinn für Férré.

Sie hat das Pariser Théâtre de l'Odeon entflammt. Das war die gerechte Gegenleistung einer Stadt, die sie besungen und geliebt hat. Durch Schlichtheit erreicht man die größte Macht. Georgette Dee hat das auf der Bühne demonstriert, mit Klasse, Großzügigkeit und einer scharfen Phantasie, die jene zu Boden schmettert, die etwa noch an der Richtigkeit der Stimme, der Musik, des Exzesses zweifelten.

Nach einem Georgette Dee Konzert erscheinen Theateraufführungen verstaubt, diverse Interpreten auf den oberen Rängen der Hit-Paraden wie schlechte Kopien nach Karaoke Art und die Komiker oder Schauspieler von One-Man-Shows wie einfache Anfänger, kaum dem Theaterverein entwachsen. Georgette Dee erscheint weit weg. Vorne weg. Oder meilenweit über der Flaute, kulturell oder nicht." Yann Allegret

 

Presse

„Georgette Dee versteht es, jeden Song mit ihren eigenwilligen Interpretationen und witzigen Kommentaren in die Gegenwart zu holen. Leise wispernd, vor Leidenschaft stöhnend, beißend ironisch und immer wieder mit beeindruckender Stimmgewalt.“
(Berliner Morgenpost)

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