Sa 21.04.18 // Moritz Freiherr Knigge

Ich Mensch, du Mensch – Wie wir besser miteinander klarkommen

Kategorie: Highlights | Lesung | Spielplan | Special | April | Horizonte

Spielort: Theater Sapperlot

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 26 Euro inkl. Gebühr (Online zzgl. 3 Euro) / AK: 28 Euro | Karten erhältlich

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Moritz Freiherr Knigge

Info

Das Leben könnte so schön sein. Wären da nicht die anderen. Die Rüpel, Vordrängler, Schmarotzer, Blödmänner, Nervensägen, Egoisten, Jammerlappen, Weicheier, Taugenichtse und Aufschneider. Wären doch mehr Menschen wohlerzogen, zuvorkommend, bescheiden und aufmerksam. Einfach ein ganz klein wenig mehr so wie wir sie uns wünschen. Am besten: ein ganz klein wenig mehr wie wir selbst. 
In seinem neuen Programm erzählt Menschenkenner Moritz Freiherr Knigge, wie wir besser miteinander klar kommen. Indem wir einfach mal eine neue Geschichte erzählen statt die immer gleiche Leier vom Idioten namens Mitmensch. Wenn wir mitspielen beim Ich-Mensch-Du-Mensch-Spiel anstatt uns zum Schiedsrichter aufzuspielen. Grüßt mein Nachbar vielleicht zurück, wenn ich ihn grüße? Lächelt die unfreundliche Bedienung, wenn ich Danke sage? Wie reagiert mein Schatz, wenn ich nicht bei jeder Kaffeetasse erkläre, wie man eine Spülmaschine einräumt? Oder stundenlang davon rede, warum zuhören so wichtig ist? 
Warum aber stehen wir stumm in Fahrstühlen wie Ölsardinen? Brüllen Autos hinterher, dass wir Vorfahrt hatten? Warum ist es so schwer, gelassen zu bleiben, wenn sich der Teenager beim Bäcker vordrängt und der Rentner uns den Parkplatz vor der Nase wegschnappt? Warum ist es so schwer einmal zur Seite zu treten und anderen den Vortritt zu lassen? 
Weil wir unseren Heiligenschein einfach nicht ausknipsen, sagt Moritz Freiherr Knigge. Und zeigt, was möglich wird, wenn wir mehr Ich-Mensch-Du-Mensch-Geschichten statt Ich-Mensch-Du-Depp-Geschichten erzählen. In der Büroküche, der S-Bahn, an der Supermarktkasse, auf dem Smartphone, auf der Autobahn, bei facebook, an der Pommesbude im Frack oder im Schlafanzug.

Kann man lernen, sich die Welt so zu machen, dass sie uns gefällt? Moritz Freiherr Knigge sagt: Klar. Wenn wir das Paradies einfach öfter in unserer eigenen Welt suchen. Und da anfangen, wo jede unserer Geschichten ihren Anfang und ihr gutes Ende nehmen kann: bei uns selbst.

Vorhang auf für den Original Knigge. Bühne frei für einen, dem zwischen Menschen wenig fremd ist. Für einen, der über sich selbst schmunzelt und sein Publikum zum Lachen bringt. Der erfolgreich Mensch geblieben ist, weil er den Finger an die eigene Nasen nimmt statt anderen damit vor der Nase herumzufuchteln.

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